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Aus Print mach mehr - iz3w on Air! So die Devise der Zeitschriften-Redaktion des Informationszentrum 3. Welt in Freiburg (iz3w). Mit dem südnordfunk sendet das iz3w seit Juni 2014 eine monatliche Magazinsendung bei Radio Dreyeckland in Freiburg. Mit ausgewählten Inhalten und Debatten und Stimmen aus dem globalen Süden. Jetzt auch auf Radio free FM. Siehe auch Radio Dreyeckland - südnordfunk

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Südnordfunk #60

Krise in Venezuela / Palmölfront in Indonesien

# Stimmen zur humanitären und politischen Lage in Venezuela

Es ist schwieriger denn je, sich bezüglich der derzeitigen humanitären und politischen Lage in Venezuela eine Meinung zu bilden. Maduro oder Guido erklären sich gegenseitig als gescheitert und - sich selber - als die "wahren" Stimmen des Volkes. Beide Seiten proklamieren die Macht und die Unterstützung des Militärs für sich. Der südnordfunk macht verschiedene Stimmen hörbar, die es erlauben, ein differenziertes Bild zu zeichnen. Unter anderem:

Jeffrey Sachs vom Center for Economic and Policy Research Tuki Jencquel, Filmemacher und Regisseur von Está Todo Bien Eva Golinger, us-amerikanisch/venezolanische Journalistin Moritz Krawinkel von medico international Héctor Orlando Zambrano, Abgeordneter der Regierungspartei PSUV Edgardo Lander von der Bürger*innenplattform für die Verteidigung der Verfassung Carlos Ron, venezolanischer Vize-Minister für auswärtige Beziehungen mit Nordamerika

#Die Palmölfront in Indonesien: Droht Westpapua ein neuer Boom?

Eigentlich wollte die EU ihre Klimapolitik vom Palmöl für Treibstoffe befreien. Im April befürwortete das Europäische Parlament eine delegierte Rechtsakte, die dem Import von Palmöl für die Herstellung von "Biodiesel" – so befürchten Umwelt- und Bauernverbände - eine Hintertüre öffnet. Hauptlieferant der EU ist Indonesien. Wie hier der Anbau der Ölpalmplantagen politisch durchgesetzt wird, darüber sprach der südnordfunk mit dem Wissenschaftler Selwyn Moran. Fokus ist die Plantagenpolitik in Westpapua.
Teil 1: Palmölindustrie in Indonesien
Teil 2: Entwicklungen in Westpapua

# Rodrigue Péguy Takou Ndie von Afrique-Europe-Interact über sein Buch „Die Suchenden“

Vor ihm Ungewissheit, hinter ihm Leiden, in ihm Verzweiflung. Ein Zurück gibt es für den Suchenden nicht, denn „wer als Verlierer zurückkehrt, legt sich eine Kreuzotter um den Hals“. Der Roman „Die Suchenden“ von Rodrigue Péguy Takou Ndie ist schonungslos. Er analysiert die traumatisierenden Auswirkungen von Neokolonialismus, europäischem Grenzregime, deutschem Asylsystem und alltäglichem Rassismus mit einem Sinn fürs Absurde. Mit dem Autor sprach Rufine Songue.

 

Textquelle: freie-radios.net/95204

 

Südnordfunk #55 #56

#55 Karavane in Mexico:

#Ganz Mexiko ist eine Grenze

Während sich weltweit aller Lager der Politik dieser Tage über den Global Compact on Migration ereifern, ist Migration für tausende Lebensrealität. Diese birgt einige Chancen, aber vor allem viele Gefahren und Begegnungen mit den Repressionsapparaten derjenigen, die den UN Migrationspakt als gefährlichen Eingriff in ihre staatliche Souveränität betrachten. Der südnordfunk hat Menschen der Karawane aus Mexiko befragt. Was tun in Anbetracht der Drohgebärden von Präsident Trump? Wie sieht die Migrationspolitik der Herkunftsländer aus? Trump lässt indes an den Grenzen weiter aufrüsten und will die Karawane mit Gewalt gegen Menschen zur Umkehr bewegen.

Die aktuelle Situation ist ungewiss. Einige erschöpfte Menschen der Karawane haben aufgrund der fehlenden Versorgung in der Grenzstadt Tijuana entschieden, freiwillig in ihre Heimatländer zurückzukehren. Einige versuchten, die Grenze zu überqueren und wurden mit Tränengas empfangen. Bis heute warten zahlreiche Migrant*innen in Tijuana auf ein Asyl in den USA.

#Warum #FEMALE PLEASURE ein wichtiger Film ist

„Frauen werden benutzt“, so heißt es an einer Stelle in dem Dokumentarfilm #FEMALE PLEASURE, „um Männerfantasien zu erfüllen.“ Fünf junge Frauen wenden sich gegen die Unterdrückung der weiblichen Sexualität – in ihren jeweiligen Herkunftsregionen. Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav kämpfen gegen eine hypersexualisierte Welt und gegen die vorherrschende Sexkultur für ein respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander der Geschlechter und für selbstbestimmte Sexualität und Befreiung. Dabei sind vor allem Mut, Kraft und Lebensfreude ihre Begleiterinnen.

# Lesung aus dem Roman MA von und mit Aya Cissoko

"Ma" ist ein autobiografischer Roman. Die Autorin Aya Cissokos schreibt über ihre Mutter, die nach dem Brandanschlag auf ihre Wohnsiedlung in einer Pariser Banlieu ihren Mann und eine Tochter verliert. Entgegen der Tradition ihres Herkunftslandes Mali entschließt sich Ma, erneut zu heiraten. Alleinerziehend in Frankreich, versucht sie, ihre anerzogenen Werte aus Mali an ihre Tochter weiterzugeben. Doch das Leben kommt einem Drahtseilakt gleich, zwischen Tradition und Moderne, alter und neuer Heimat.

Ma ist ein feministischer Roman. Hier ein Ausschnitt aus einer Lesung im November mit Aya Cissoko und Beate Thill, der Übersetzerin ihres Buches. Neben der Autorin liest die Sprechkünstlerin Ariane Zeuner Ausschnitte aus der deutschen Übersetzung. Beate Till stellt Aya Cissoko nochmal vor und sie übersetzte das Gespräch mit der Autorin.

Das Buch ist erhältlich im Verlag Das Wunderhorn [ISBN 9783884235720] gebunden für 24,80 EUR.

#Rezension: Die Spinne von Maschad - von Mana Neyestani // rezensiert von Patrick Melber - gelesen von Birgit Huber

 
 
 

 

Sendezeit: Mittwoch 20/02/19, 22-24 Uhr

FriedensmacherInnen in der Casamace / Frauen auf der Flucht

"Die Frauen? Nie im Leben!" Vom Alltagsgeschäft der Friedensmacherinnen

Der gewaltsame Konflikt in der Casamance im Süden des Senegal ist als „längster Konflikt des afrikanischen Kontinents“ weithin in Vergessenheit geraten. Er trieb seit 1982 über 250.000 Menschen in die Flucht. Während die mächtigen Akteure – der senegalesische Staat, die im Krieg verwickelten Nachbarländer Gambia und Guinea-Bissau sowie die Rebellengruppen – den Konflikt bisher nicht lösen konnten oder wollten, leisten die Betroffenen, die in diesem Krieg gar nicht mitspielen, täglich Friedensarbeit. Das sind vor allem Frauen. Ein Feature von Anna Trautwein und Martina Backes.

Frauen auf der Flucht – Blick in den arabischen Raum

Weltweit sind mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Davon bis zu 80 Prozent Frauen und Kinder. Die Mehrheit flüchtet nur über die Grenze ins Nachbarland. Die meisten möchten ihre Heimat eigentlich gar nicht verlassen oder zumindest in der Region bleiben. Andere haben als erklärtes Ziel den Westen. In die so genannte „Festung Europa“ vordringen tun allerdings nur die wenigsten. Der Beitrag beleuchtet juristische Hürden und engagierte Schritte von Frauen, die sich für eine bessere Gesetzgebung und Beratung von Flüchtlingen einsetzen. Ein Feature von Eva Gutensohn.

Koloniale Spurensuche in Freiburg

Koloniale Spurensuche: Ob in der Forschung, in Ausstellungen und Völkerschauen, auf Tagungen oder in Kolonialwarenläden, in Ansprachen oder in kulturellen wie politischen Veranstaltungen: Über Jahrzehnte fanden in Freiburg koloniale Aktivitäten statt.

Seit nunmehr 10 Jahren recherchiert freiburg-postkolonial.de zu kolonialen Geschehen in dieser Stadt. Der südnordfunk wirft Schlaglichter auf die Frage, wie der Kolonialismus auf das Denken in dieser Stadt gewirkt hat. Und: Der Audioguide "Auf (post-)kolonialen Spuren in Freiburg" wird in der Sendung vorgestellt. Studiogast: Heiko Wegmann von freiburg-postkolonial.

Flucht und Vertreibung in Kamerun & Ninah's Dowery: Spielfilm über eine wahre Geschichte

FilmKamerun verfügt über die größten zusammenhängenden tropischen Waldflächen der Welt – noch. Denn jedes Jahr landen rund 80.000 Hektar Wald unter der Säge – das Land zählt zu den wichtigsten Tropenholzexporteuren weltweit. Riesige Plantagen und Monokulturen breiten sich auf ehemaligen Waldflächen aus – die einst reiche Flora weicht Palmöl, Kautschuk und Bananenpflanzungen. Andererseits beginnt der Staat, gezielt Waldflächen unter besonderen Schutz zu stellen und dort jegliche menschliche Intervention zu verbieten. Für die Menschen vor Ort liegen Abholzung und Schutz nah aneinander: beides bedeutet einen Angriff auf ihre Lebensgrundlage, häufig auch Vertreibung und Armut. Ein Feature von Anna Trautwein. 

Victor Viyuoh lebt in Los Angeles. Seine Kusine, die er seit seiner Kindheit kaum gesehen hatte, traf er in seinem Herkunftsland Kamerun wieder. Ihr Versuch, einer gewaltsamen Ehe zu entkommen, war die Vorlage für seinen ersten Spielfilm Ninah‘s Dowry. Viyuoh hat ihn – mit Ausnahme der beiden Hauptrollen – mit LaienschauspielerInnen realisiert, unweit des Dorfes, in dem sich die Leidensgeschichte ereignet hatte.

Unruhen in Burundi

BurundiDie derzeitigen Straßenkämpfe in Burundi stehen in Verbindung mit den anstehenden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Juni diesen Jahres. Der amtierende Präsident Pierre Nkurunziza beabsichtigt für eine dritte Amtszeit zu kandieren. Die Opposition sieht darin einen Verstoß gegen die Verfassung von Burundi und gegen das Friedensabkommen von Arusha. Eine Rückkehr zum Bürgerkrieg ist dabei nicht auszuschließen. Pater Déogratias Maruhukiro und Sylvère Bigirimana sprechen über die Hintergründe und möglichen Auswirkungen der aktuellen Situation in Burundi. Dies und mehr gibts am 4. Juni um 18 Uhr im Südnordfunk.Mehr Infos

Rassismus & anti-rassistische Schlaglichter

GenozidDer südnordfunk fragt nach Mechanismen der Ausgrenzung und rassistischen Wirkungen in der Geschichtsschreibung / in der Bildungsarbeit / im Alltag.

Die Themen:

- Der Genozid an den Armeniern - und die deutsche Beteiligung. Interview mit Jürgen Gottschlich

- Willkommen, vergessen, verstoßen? Schwarze Menschen in Russland.

- "Wir sind nicht die Anderen": Der Soziologe Elisio Macamo zeigt auf, wie aus Vorurteilen europäischer Denker und Helfer rassistische Strukturen einer ganzen Branche entstehen, in der Entwicklungszusammenarbeit.

- "Wir brauchen internationale Solidarität" - Golden Misabiko über Uranhandel in der DR Kongo und auf dem afrikanischen Kontinent.

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Entwaffnend - Friedensinitiativen weltweit

FriedenWenn gewaltsame Konflikte eskalieren oder staatspolitische Machthaber über Frieden verhandeln, steht das groß in den Schlagzeilen. Weniger bekannt hingegen ist die tägliche Friedensarbeit ziviler AkteurInnen an der Basis: in Dörfern, Schulen, in der Nachbarsschaft und Wohnzimmern der Kämpfenden, mit TäterInnen und Opfern. Was bedeutet es, Frieden in den Köpfen zu schaffen?

In der Casamance im Süden des Senegal engagieren sich Frauenorganisationen gewaltfrei für den Frieden # in Kolumbien betreiben Basisinitiativen mit Gewaltopfern aktiv Friedensarbeit # in Dakar singt die Songwriterin Guereti Badji für das Ende der Gewalt in der Casamance # in Deutschland bereichert das Theater der Unterdrückten die anti-rassistische Bildungsarbeit.

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Flucht, Asyl und Folter

FluchtAmnesty international berichtet dieser Tage von 57 Millionen Menschen, die im vergangenen Jahr weltweit auf der Flucht waren. Medien sprechen von der größten Flüchtlingskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg.

Berichte von Flüchtlingsorganisationen zeigen, dass nicht die Geflüchteten die Katastrophe sind, sondern die Verhältnisse, die sie in die Flucht treiben - sowie die Flüchtlings- und Asylpolitik vieler Staaten. Sie setzen die Geflüchteten zusätzlichen oft tödlichen Risiken aus, erschweren Zuflucht und verletzten Menschenrechte.

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Folter: der Horror ist alltäglich

Folter"Das Wesen der Folter ist, dass sie im Verborgenen stattfindet“. Daher ist es schwierig, Folter zu beweisen oder gar über das Ausmaß verübter Folter Statistiken zu führen. Im vergangenen Dezember schockierte der Bericht des US-Senats, der die Foltermethoden des US-Geheimdienstes CIA enthüllte, die Weltöffentlichkeit. Die meisten Fälle werden aber dank des Mutes von Betroffenen, Überlebenden von Folter und den Einsatz engagierter Menschenrechtsorganisationen aufgedeckt. So gelangen einzelne Fälle und auch das nach wie vor verheerende Ausmaß systematischer Folter immer wieder ans Licht, Verbrechen, die trotz der inzwischen von 146 Staaten ratifizierten Anti-Folter-Konvention verübt werden, in staatlichen Gefängnissen, in privaten Räumen. Einzeln wie auch kollektiv verübte Verbrechen.

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Sendezeit

Donnerstags 18.00 – 19.00 Uhr 4wöchig, nächste Sendung am 24.04.2025

Sendet seit

29. Nov. 2014

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